Mittwoch, 25. April 2007

Mein MacBook Pro

Eigentlich war es bei mir immer so, dass mich ein neues Notebook nach spätestens zwei Monaten genervt hat. Okay, so viele Geräte waren es bisher ja noch nicht aber fünf Stück sind nicht grade wenig. Auf alle Fälle war es spätestens nach zwei Monaten immer so weit, dass mich an den Dingern irgendwelche Kleinigkeiten richtig gestört und mir den ganzen Spass verdorben haben. Am schlimmsten fand ich immer die ganzen sinnlosen Zusatztasten, die häufig auch noch an der Front des Notebooks angebracht wurden. Da vergisst man nur einmal die Sperre und schon startet irgend ein Tool um ad-hoc eine nicht vorhandene DVD abzuspielen. Besonders prickelnd ist es, wenn dies passiert solange das Gerät noch in der Tasche ist. Da kommt echt Freude auf, wenn man die Tasche greift und das Notebook glüht. Der Akku ist dann nebenbei auch noch leer. Tolle Erfindung!



Vor allem ist mir völlig unklar für was man so etwas überhaupt braucht. Aber scheinbar werden Notebooks nicht mehr für die arbeitende Bevölkerung gebaut. Mittlerweile soll man sich die Kisten auf den Tisch stellen und spielen oder Filme schauen und mehr nicht. Für den mobilen Einsatz sind die meisten Geräte jedenfalls nicht geeignet. Akkus die schon nach 1,5 Stunden arbeiten schlapp machen kann ich auf jeden Fall nicht gebrauchen.

Und hier kommt das MacBook Pro ins Spiel. Angepisst (entschuldigt den Ausdruck) von den üblichen Schlepptops beschloss ich vor ca. zwei Monaten zu wechseln (der Mac User sagt auch switchen) und ich kann nur sagen, dass ich es noch keine Sekunde lang bereut habe. Nicht nur, dass der Akku 3 Stunden lang ein ersthaftes Arbeiten ermöglicht (oder 4,5 Stunden surfen), das MacBook Pro ist auch noch ein kleines Stückchen leichter als meine alten Geräte. Gott sei Dank hat man bei Apple auch auf den ganzen sinnlosen Tasten rund um das Gehäuse verzichtet. Einziger Nachteil: Auch ein MacBook Pro kann eine unangenehme Betriebstemperatur erreichen. Mit einer kurzen Hose und den Notebook auf den Knien, welches auch noch unter Volllast läuft, hält man es nicht sonderlich lange aus. Das normale Surfen und Tippen stellt jedoch kein Problem dar.

Was mich allerdings jeden Tag auf ein Neues begeistert sind die kleinen Feinheiten, das Stücken mehr Komfort den man im Verglich zu anderen Geräten hat. Sei es das schlanke, zum Arbeiten ausgelegte Metall-Design ohne Schnickschnack oder einfach nur die Tatsache, dass sich die Helligkeit des Displays und die Tastaturbeleuchtung bei schwachem Licht automatisch anpassen. Ich bin mir wirklich sicher, dass ich die richtige Wahl getroffen habe und verstehe mittlerweile auch, warum so viele Mac User so einen solchen Hype darum machen.

Betrachtet man sich die Geschichte der Betriebssysteme genauer wird man feststellen, dass Windows sowohl damals als auch heute nur eine schlechte Kopie von Mac OS war. So ist es nicht verwunderlich, dass der Mac vor allem durch mit seiner Software und sein Betriebssystem punkten kann und die User mit Komfort und Funktionalität überzeugt.

Ich war wirklich überrascht als ich feststellte, dass man den Schreibtisch (Desktop) nicht nur als einen Friedhof für seine Icons nutzen kann. Im Gegenteil, man nutz ihn wie einen richtigen Schreibtisch als Ablage für allerlei Daten. Mag sein, dass dies für ein Windows Opfer ein wenig kryptisch klingt, daher will ich es mal an einem kleinen Bespiel verdeutlichen. Stellt euch mal vor ihr arbeitet viel mit Texten. Dabei kommt es doch oft vor, dass man unterschiedliche Textbausteine häufiger benötigt. Unter Max OS X ist das kein Problem. Man markiert einfach die entsprechende Textpassage und zieht diese auf den Schreibtisch. Dort wird automatisch ein so genanntes Snipplet abgelegt. In dem Snipplet ist der vorher ausgewählte Text enthalten und man kann ihn so, ohne das Snipplet zu öffnen, einfach an eine neue Stelle des Dokumentes ziehen um den Text dort wieder einzufügen. Natürlich kann man dies auch irgendwie über Copy&Paste realisieren, dies erfordert aber wesentlich mehr Arbeitsschritte und ermüdet bloß.

Zugegeben ich habe es ein wenig verteufelt, dass viele Notebook scheinbar nur noch zum Filme anschauen da sind doch im muss gestehen, dass ich mir sehr häufig Video Podcasts anschaue. Hierbei kommt mir das Front Row sehr entgegen. Ich kann mich einfach zurücklehen und mit der Fernbedienung durch meine Podcasts und Musik navigieren. An diesem Punkt möchte ich noch einmal anmerken, dass nicht die Filme sondern die doofen Knöpfe man den Gehäusen störten. Dies ist jedoch nur eine Spielerei.

Die größte Veränderung erfuhr jedoch mein Umgang mit der Tastatur. Nicht nur das die Sonderzeichen ein klein wenig geschickter verteilt sind als bei anderen Systemen... Auch die Shortcuts sind wesentlich durchdachter. Getreu dem Motto hands on keyboard arbeite ich so ein gutes Stück schneller als früher.

Alles in allem ist es wirklich eine Freude mit dem MacBook Pro und Mac OS X zu arbeiten und ich kann nur jedem, der über einen Umstieg nachdenkt, dazu raten.

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